Bayernpokal 2017: Oberpfalz-Auswahlen begeistern

Jedes Jahr geben sich die besten Volleyballerinnen und Volleyballer ein Stelldichein beim großen Bezirke-Vergleich Bayernpokal. 2017 war erneut Fürth der Austragungsort des „großen“ Pokals, bei dem sich die Mädchen- und Jungenteams aus jeweils zwei verschiedenen Altersklassen messen. Knapp 400 aktive Sportler sowie die Betreuer- und Trainerteams stellen die Organisatoren vor große Aufgaben – bedeuten aber auch Begeisterung und Volleyball-Stimmung pur in den vier verschiedenen Hallen des Gastgebers. Für die Oberpfälzer Auswahlmannschaften gab es zum Teil unerwartete Ergebnisse, aber am Sonntag bei der Siegerehrung durften alle ein äußerst zufriedenes Fazit ziehen. Zwei dritte und zwei fünfte Plätze sind auf den ersten Blick schon ein ansehnliches Ergebnis, können aber nur bedingt die großartigen Leistungen der Oberpfälzer Buben und Mädchen wiedergeben. In vielen Belangen des Volleyballsports hätten sich die Teams wohl eher eine Goldmedaille verdient! Zudem belegt der Bezirk in der Gesamtwertung sogar den zweiten Platz knapp vor Niederbayern und Schwaben, allerdings deutlich hinter den überlegenen Oberbayern.

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Eine äußerst starke Leistung lieferten die U15-Jungs von Trainer Matthias Helm und Co-Trainer Markus Jauernig. Souverän fertigten sie in der Vorrunde Unterfranken und Schwaben mit 2:0 ab. Das knappe 1:2 gegen Oberbayern 2 sollte sich aber noch fatal auswirken: Obwohl das Überkreuzspiel gegen Niederbayern erneut deutlich mit 2:0 an die Helm-Buben ging, verlangte jetzt der Spielmodus das Halbfinale gegen den Favoriten Oberbayern 1. Überraschend abgeklärt und unaufgeregt ließ sich die Oberpfälzer jedoch nicht einschüchtern, zogen ihr Spiel mit sicheren Aufschlägen und einsatzfreudiger Abwehr auf, so dass in beiden Sätzen bis zur Hälfte ein gleichwertiges Match – sogar öfter mit Führung – gelang. Dann aber zogen die Oberbayern davon, letztendlich waren sie auf allen Positionen gleich gut besetzt. Trainer und Sportwart waren trotzdem voll des Lobes für die Oberpfälzer. Jetzt blieb ihnen nur das kleine Finale gegen Mittelfranken. Erneut gelang den Jungs aber eine ausgezeichnete Teamleistung. Mit Kampfgeist und mit den überzeugenden Angriffen des später zum besten Angreifer gewählten Michael Büschel (VC Amberg) hielten sie den Gastgeber knapp mit 2:1 nieder. Großen Anteil hatte auch die tolle Blockarbeit von Mittelblocker Simon Breinbauer (TB Weiden), der zum besten Mittelblocker des Turniers gewählt wurde. Neben dem Stockerlplatz 3 war schlussendlich noch das Sahnehäubchen, dass Jonathan Helm neben Büschel und Breinbauer in die Bayernauswahl berufen wurde.

Mit großen Ambitionen gingen die U17-Jungs in ihren letzten Bayernpokal. Eine äußerst intensive Vorbereitung hatte ein großartiges Team zusammengeschweißt, das jetzt natürlich auch vorne mitspielen wollte. Aber das Schicksal meinte es zunächst nicht gut: Der plötzlich erkrankte Tim Schneider musste Freitagnacht dringend ins Klinikum gebracht werden. So war die Mannschaft ihren Mittelblocker und auch Co-Trainer Christian Schneider los, der zunächst bei Tim bleiben musste. Betretene Mienen allenthalben und Motivations-Schwerarbeit für Trainer Roy Nanka. Aber jetzt hieß es „Spielen für Tim“! Für den enormen Kampf- und Mannschaftsgeist spricht, dass alle Dreisatzspiele für die Oberpfalz erstritten wurden! Und es ging fast in allen Spielen dramatisch knapp her. Zunächst wurde Oberfranken mit 2:1 niedergerungen. Gegen Oberbayern 2 wurde zwei Sätze nur sehr knapp verloren. Die intensive mannschaftliche Vorbereitung in vielen Testspielen machte sich erneut gegen Mittelfranken bezahlt. Das 2:1 wurde hart erkämpft und führte das Team gegen Niederbayern. Erneut behielt man mit 2:1 die Oberhand mit Wahnsinns-Satzergebnissen (25:22/24:26/16:14). Das Halbfinale führte dann wie bei der U15 gegen Oberbayern 1. Hier war beim 0:2 leider nichts zu holen, dafür aber im kleinen Finale um Platz 3. Gegen Unterfranken hatten die Nanka-Jungs einfach mehr Biss und neben dem überragenden Bayernauswahlspieler Maximilian Kersting zeigten alle Positionen, was sie drauf haben. Mit 2:0 sicherte man sich überglücklich den Stockerlplatz. Maßgeblichen Anteil für die tolle Stimmung hatten auch viele angereiste Eltern, die lautstark ihr Team unterstützten.

Auch die zweimaligen Vizepokalsiegerinnen, die U16-Auswahl von Anna Dotzler und Johanna Arndt hatten sich viel vorgenommen. Man wollte natürlich in die Endrunde und es ging auch gut los mit 2:0 gegen Oberfranken. Dann hielt der Spielplan aber den späteren souveränen Pokalsieger, die Auswahl aus Schwaben bereit. Sie ließen den Oberpfälzerinnen beim 2:0 keine Chance, so dass das Spiel gegen Oberbayern 2 schon vorentscheidenden Charakter bekam. Leider schlichen sich bei den sonst routinierten Mädchen viele Flüchtigkeitsfehler ein und obwohl man ständig dem Gegner auf den Fersen war, gelang es in beiden Sätzen nicht, das Blatt zu wenden. Äußerst knapp ging das Match verloren und führte das Team im Überkreuzvergleich jetzt gegen Oberbayern 1. Trotz großartiger Leistungssteigerung war aber der Gegner zuletzt übermächtig und gewann 2:0. Hätte man diese Leistung gegen OBB2 aufgebracht, wäre der Einzug in die Endrunde sicher gewesen. So musste man am Sonntag um die Plätze spielen. Hier lief aber alles gut. Mit 2:1 wurde Mittelfranken niedergerungen und Oberfranken hatte beim 2:0 keine Chance. Damit sicherten sich Oberpfalz-Mädchen einen guten 5. Platz.

Am unsichersten schien das Abschneiden der „kleinen“ U14-Mädchen von Trainerin Monika Marchner und Lisa Lederer. Zu wenig Vergleichsmöglichkeiten, wenig Spielerfahrung im 6 gegen 6 und notwendige Mannschaftsumstellungen ließen das erste Spiel gegen Unterfranken zu einem Testspiel werden. Über gute Einzelleistungen fand sich das Team aber zusammen und gewann nach einem knapp verlorenen 1. Satz den zweiten Satz mit 25:19. Weil aber noch zu viele Unsicherheiten im Spielaufbau zu sehen waren, wurde der Tie-Break verloren. Auch die anderen beiden Spiele gingen klar verloren, so dass es am Sonntag auch hier um Platz 5 bis 8 ging. Da aber zeigten die Mädels, was in ihnen steckt. Mit mehr Mut im Angriff, guter Stimmung und Einsatzfreude gewannen sie beide Spiele gegen Mittelfranken und Oberfranken mit 2:1, was am Ende einen versöhnlichen 5. Platz sicherte. Das Team war so gut, dass der Landestrainer Anna Wagner (TB/ASV Regenstauf) und Lucy Riß (VC Amberg) für die Bayernwahl sichten konnte.

Mit Schiedsrichter-Urgestein Werner Maier hatte dann aber doch ein Oberpfälzer ein Endspiel erreicht. Als Hauptschiedsrichter leitete er souverän das U16w-Endspiel. Sportwart Christian Hofmaier zeigte sich sehr erfreut über das Abschneiden seiner Teams. Vor allem lobte er den starken Teamgeist, der auf die gute Trainer-Arbeit zurückzuführen ist. Die Talente kommen erst in diesem Umfeld zur Geltung. Er bedankte sich bei den Heimatvereinen für die gute Jugendarbeit und bei den Eltern, die ihre Schützlinge dermaßen intensiv unterstützen.

ERGEBNISSE

Bezirkswertung

1.

Oberbayern 1+2

51 Punkte

2.

Oberpfalz

20 Punkte

3.

Niederbayern

19 Punkte

4.

Schwaben

19 Punkte

5.

Mittelfranken

15 Punkte

6.

Unterfranken

11 Punkte

7.

Oberfranken

 9 Punkte

Bezirk Oberpfalz

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